(Von Visual Capitalist veröffentlicht am 21. Januar 2025)
Rechenzentren werden oft als das Rückgrat der digitalen Welt betrachtet, das alles, von sozialen Medien bis zum Cloud Computing, antreibt.
Der Markt für Rechenzentren umfasst alle hardwarebezogenen Ausgaben von Unternehmen und des öffentlichen Sektors, die für den Aufbau und die Instandhaltung von IT-Infrastruktur verwendet werden. Dies umfasst die drei großen Teilbereiche Server, Speicherlösungen sowie Netzwerkinfrastruktur wie Router und Switches.
Die obige Infografik veranschaulicht anhand von Daten von Cloudscene, wie viele jedes Land im März 2024 hat.
Kernaussagen
Die globale Gesamtzahl an Rechenzentren beträgt 11.800.
Zu den Ländern mit den meisten Rechenzentren gehören die USA (45,6 % Anteil an der Gesamtzahl), Deutschland (4,4 %) und das Vereinigte Königreich (4,4 %).
Amerikas Boom der Rechenzentren
Mit einem Anteil von fast der Hälfte an der Gesamtzahl der Rechenzentren weltweit sind die USA eindeutig führend im Bereich der Datenverarbeitung.
In den letzten Jahren haben die großen Technologiekonzerne des Landes (z. B. Microsoft, Amazon) Milliarden in die digitale Infrastruktur und künstliche Intelligenz investiert.
Der Preis für all diese Rechenleistung ist ein steigender Energieverbrauch. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche ChatGPT-Anfrage verbraucht 10 Mal mehr Strom als eine herkömmliche Google-Suche.
Nach Angaben von Goldman Sachs Research werden Rechenzentren der größte Treiber des künftigen Strombedarfs in den USA sein. Bis 2030 werden Rechenzentren 8 % des Gesamtbedarfs ausmachen, gegenüber 3 % im Jahr 2022.
Umsätze
Der Umsatz im deutschen Rechenzentren-Markt wird laut Statista etwa 18,1 Mrd. € im Jahr 2025 betragen, mit dem Schwerpunkt Netzinfrastruktur. Im globalen Vergleich wird der größte Teil des Umsatzes in den USA erwartet (125,2 Mrd. € im Jahr 2025).
Nachfolgend eine Rangliste mit geschätzten Umsätzen des Jahres 2023:
Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
China muss es allein schaffen
Aufgrund des andauernden Handelskriegs mit den USA, die den Export fortschrittlicher Chips wie Nvidia-GPUs verboten haben, muss China nun seine eigenen Chips entwickeln und herstellen.
Nach Angaben von CNBC ist die Herstellung von Chips eine größere Herausforderung als deren Entwicklung.
Das liegt daran, dass China kein einheimisches Unternehmen hat, das in der Lage ist, Spitzen-Halbleiter herzustellen. Die Entwicklung eines solchen Know-hows kann viele Jahre dauern.
Darüber hinaus stammen die für die Herstellung dieser Chips benötigten Anlagen ausschließlich von der niederländischen Firma ASML, der ebenfalls die Ausfuhr nach China untersagt wurde.
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