(Von Visual Capitalist veröffentlicht am 15. April 2024)
In dieser Grafik sind die laut IQAir am stärksten verschmutzten Länder der Welt dargestellt, geordnet nach der durchschnittlichen PM2,5-Konzentration (μg/m³) im Jahr 2023. Die Einheit μg/m³ bezieht sich auf Mikrogramm pro Kubikmeter.
Was ist PM2,5?
PM2,5 bezieht sich auf Feinstaub mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern oder weniger, der tief in die Lunge eindringen und gesundheitliche Probleme verursachen kann.
Im Jahr 2021 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Luftqualitätsrichtlinien für PM2,5 aktualisiert. Der empfohlene Höchstwert für PM2,5 im Jahresdurchschnitt liegt nun bei 5 μg/m³ und damit unter dem früheren Zielwert von 10 μg/m³.
Zu den üblichen Quellen der PM2,5-Belastung gehören Motorabgase, die Verbrennung in Kraftwerken, Rauch aus Bränden, Staub und Schmutz.
Wie wirkt sich PM2,5-Verschmutzung auf den Menschen aus?
Eine im Jahr 2022 veröffentlichte Studie des Air Quality Life Index (AQLI) ergab, dass 97,3 % der Weltbevölkerung PM2,5-Werten ausgesetzt sind, die über den WHO-Richtlinien liegen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Weltbevölkerung sinkt dadurch um 2,2 Jahre im Vergleich zu einer Welt, in der die WHO-Richtlinien eingehalten werden.
Speziell in Südasien könnten die Einwohner nach Ansicht des AQLI bis zu 5 Jahre ihres Lebens einbüßen. Die Region ist seit Jahren ein globaler Hotspot der Luftverschmutzung und beherbergt 37 der 40 am stärksten verschmutzten Städte der Welt.
Interessanterweise können Feinstaubpartikel Hunderte von Kilometern zurücklegen und dabei oft Landesgrenzen überschreiten.
So stammen beispielsweise etwa 30 % der Luftverschmutzung im indischen Bundesstaat Punjab aus dem benachbarten Pakistan. Ebenso werden schätzungsweise 30 % der Luftverschmutzung in den größten Städten Bangladeschs nach Indien zurückverfolgt.
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