(Von Visual Capitalist veröffentlicht am 20. Februar 2025)
Die Gehälter können von Land zu Land sehr unterschiedlich sein, was auf Faktoren wie wirtschaftliche Produktivität, Lebenshaltungskosten und Kaufkraft zurückzuführen ist.
Selbst innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) – einer Gruppe von Volkswirtschaften mit überwiegend hohem Einkommen – gibt es erhebliche Gehaltsunterschiede, wobei einige Länder viermal so viel zahlen wie andere.
Diese Infografik verwendet Daten der OECD, um die durchschnittlichen Jahreslöhne in 34 Mitgliedsländern im Jahr 2023 darzustellen. Die OECD berechnet die Durchschnittslöhne, indem sie die jährlichen Gesamtlohnsummen der einzelnen Länder durch die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) dividiert.
Die Löhne werden in US-Dollar angegeben, nachdem sie um die Kaufkraftparität (KKP) bereinigt wurden, um die Unterschiede in den Lebenshaltungskosten zwischen den Ländern zu berücksichtigen.
Welche Länder haben die höchsten Löhne?
Die europäischen Länder dominieren die OECD-Arbeitsmärkte mit den höchsten Gehältern, wobei Luxemburg mit fast 90.000 Dollar pro Jahr an der Spitze liegt. Zusammen mit Island (87.000 $) und der Schweiz (83.000 $) ist Europa damit die Heimat der drei Länder mit den höchsten Löhnen. Österreich (71.000 $) belegt Platz 7, Deutschland (66.000 $) Platz 12.
Die Vereinigten Staaten (80.000 $) und Australien (67.000 $) sind die einzigen nicht-europäischen Länder unter den Top 10. In allen OECD-Ländern liegt der Durchschnittslohn bei etwa 58.000 Dollar pro Jahr.
Vergleicht man die Länder mit den höchsten und den niedrigsten Löhnen, so zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Das Schlusslicht der Liste bildet Mexiko mit einem Durchschnittslohn von etwas mehr als 20 000 Dollar pro Jahr – weniger als ein Viertel dessen, was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Luxemburg verdient.
Wie verändern sich die Löhne?
Während die wohlhabenderen Länder die Lohnrangliste durchweg anführen, verzeichneten die osteuropäischen Länder in den letzten drei Jahrzehnten das schnellste Reallohnwachstum.
Insbesondere Litauen, Lettland und Estland – einst Teil des ehemaligen Sowjetblocks – haben ihre Löhne seit 1995 deutlich erhöht, und zwar jeweils um mehr als 200 %.
In den Niederlanden, Italien und Japan hingegen ist der Reallohnzuwachs zwischen 1995 und 2023 am geringsten. Japan sticht mit einer Stagnation hervor: Die Reallöhne sind seit 1995 um 4 % gesunken.
Zahlen von Statista für 2021
Für das Jahr 2021 meldete Statista ebenfalls die Schweiz als Sieger.
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